Samstag, 19. August 2017

Annie Stone - Love(s) me 50er Jahre Party ~ Interview mit der Autorin


Ihr Lieben,

ich habe wieder etwas ganz besonderes für euch.

Im Rahmen der 50er Jahre Party in Kooperation mit anderen Bloggerinnen und mainwunder als Initiatoren, begrüße ich euch heute herzlich!

Hier findet ihr eine Übersicht der bisherigen Beiträge:

14.08. - Buchvorstellung ~ Hedwigs Bücherstube
15.08. -Annie Stone hinter den Kulissen~ Thoras Bücherecke
16.08. - Vorstellung der Protas ~Nessis Bücherregal
17.08. - Den eigenen Weg gehen ~ Bücherfansite
18.08. - Interview William und Rosie ~Diabooks78
19.08. - Was steckt hinter Em Evol und wie entstand das Buch? ~~ exklusiv auf diesem Blog ^^ ~~
20.08. - Mein Frau sein ~   Spiegelseelen 




Ich durfte die Autorin Annie Stone interviewen und sie mit meinen Fragen zu ihrem aktuellen Roman (den ich natürlich auch gerade lese ^^) "löchern".

Viel Spaß beim Lesen!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Liebe Annie, herzlich Willkommen auf Catgirl loves Books! Und danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.


Wir haben uns ja alle fleissig auf die 50’er Jahre Party vorbereitet. Und ich darf dir heute ein paar Fragen zu deinem aktuellen Roman „Em Evol“ stellen.


  1. Wie bist du auf die Idee zu diesem Roman gekommen und wie ist seine Entstehungsgeschichte?

Vielen Dank, dass ich heute auf deinem Blog sein darf! Ich freue mich sehr!

Die Idee zu Em Evol ist mir gekommen, als ich letztes Jahr einen Katalogbeitrag für die LLC schreiben musste. Es hat sich aber herausgestellt, dass Rosalind viel zu viel zu erzählen hatte, weswegen ich einen anderen Beitrag für den Katalog schrieb und Em Evol dann eine eigenständige (und sehr lange) Geschichte wurde. Rosalind ist die Oma in meiner She flies-Reihe und weil sie eine sehr coole Oma ist, hat es mich fasziniert, wie ihre Liebesgeschichte gewesen ist. Das Setting ergab sich daraus, dass sie etwa achtzig in der Gegenwart ist und daher ihre große Liebe in den 50er Jahren gefunden hat.


  1. Bei der Charaktergestaltung, hast du dich hier an realen Personen orientiert, oder sind sie komplett fiktiv?


Die Figuren sind komplett fiktiv, aber ich hatte in der She flies-Reihe Rosalind bereits beschrieben und sie musste dann natürlich diese Charaktereigenschaften auch in Em Evol aufweisen. Ansonsten war es eine Herausforderung eine Figur zu schaffen, die gleichzeitig ein Kind ihrer Zeit und eine Art Rebellin ist.

  1. „Em Evol“ ist ja rückwärst für Love me, woher hast du die Idee genommen, bzw. was steckt genau dahinter?

Die Idee zu diesem Titel hatte ich schon länger, aber ich hatte noch keine Geschichte, die ich so nennen wollte. Als ich dann an dieser Geschichte arbeitete, fühlte ich, dass es die richtige Geschichte zum Titel ist. Rosalind schreibt ihrer großen Liebe Briefe, die sie mit Em Evol unterschreibt. Anfangs ist es eine kindliche Spielerei und nachher ist es Tradition.

  1. Dein Roman spielt ja in spannenden Zeiten, wo viel passiert ist. Ich stelle es mir schwer vor, wenn man sich als junges Mädchen ausgerechnet dann in den Mann der Schwester verliebt. Woher hast du die Inspiration dazu genommen, deinen Roman darauf aufzubauen?

Weil Rosalind in der Gegenwart eine spannende Person ist, die so ganz anders ist, als man sich eine Oma vorstellt, brauchte sie eine Geschichte, die erklärt, warum sie unkonventionell und selbstbewusst ist. Sie musste also ihren eigenen Weg finden und diesen auch bestreiten. Viel zu oft wurde das Potential von Frauen in der Zeit aber durch Heirat und die Ehe begrenzt. Sie brauchte also einen Grund, weswegen sie nicht sofort geheiratet hat, weswegen sie tatsächlich selbständig sein musste. Außerdem wollte ich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein Familiendrama schreiben, weswegen dies die perfekte Verwicklung war.

  1. Woher nimmst du generell deine Inspirationen? Bist du eher eine „Durchschreiberin“, oder unterbrichst du zwischendurch auch mal etwas länger und suchst Zerstreuung?

Wenn ich in einer Schreibphase bin (meist, weil mir eine Deadline im Nacken sitzt), schreibe ich durch. Zwischen den einzelnen Geschichten mache ich aber auch Pausen, um die Depots wieder zu füllen. Inspirationen bekomme ich durch andere Bücher, Filme, Musik und vor allem durch meine verrückten Freunde, die ein Fundus für skurrile Begebenheiten sind.

Liebe Annie, ich danke dir für dieses Interview und deine Zeit. Ich finde deinen Roman bisher spannend, aber auch sehr emotional.

Ich danke dir :) Ich freue mich über dein Lob!



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Meine lieben Leserinnen und Leser, ich hoffe es war für euch so interessant wie für mich, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.

Hier findet ihr noch ein paar Infos über die Autorin Annie Stone:


Jede Liebesgeschichte ist einzigartig, und dieses Besondere zu finden meine größte Herausforderung. Ich liebe die Liebe in all ihren Facetten und Geschichten von Menschen, wie dir und mir, als erste zu entdecken, ist meine Leidenschaft. Ich schicke meine Protagonisten durch Kummer und Freude, teile ihr Schicksal – gut oder schlecht – für die Anzahl an Worten, die ich bei ihnen bin.
»Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.« – Arabisches Sprichwort

Manchmal provozieren meine Bücher, manchmal rühren sie zu Tränen, regen zum Lachen an und manchmal sind sie sexy. Kein Buch gleicht dem anderen, da es mir selbst sonst langweilig würde, und Spaß zu haben, ist wichtig, denn Schreiben ist gut für die Seele. Ich kann überall meine Storys erfinden, kann an einem Strand in der Südsee sitzen oder in einer Hütte in Alaska. Meine Geschichten begleiten mich immer.

(Quelle: Annie Stone <--- klick)

Mein besonderer Dank gilt der lieben Annie und natürlich der Agentur mainwunder, für diese wundervolle 50er Jahre Party.

Mittwoch, 16. August 2017

Leif Tewes - Alternativen

Rückentext: Thomas führt ein normales Leben, bis er eines Abends von Asylbewerbern überfallen wird. Auf Empfehlung eines Arbeitskollegen besucht er eine Bürgerversammlung und ist von den Thesen der neuen Partei "Die besseren Deutschen" begeistert. Er lässt sich auf die Verführung der Rechten ein. Die Zukunft seines Landes mitzubestimmen macht ihn stolz, doch je mehr Einblick er in die Moral der Parteifunktionäre bekommt, desto größer werden seine Zweifel, ob er wirklich dazugehören möchte. Dann passiert ein Unglück in Frankfurt. Thomas kennt die wahren Hintergründe. Kann er das Wahlergebnis der bevorstehenden Bundestagswahlen durch Aufklärung noch rechtzeitig beenden?

Zusammenfassung: Thomas wird eines Abends von Asylbewerbern überfallen - zwar geht der Überfall größtenteils gut aus (da ihm eine Dame mit Kopftuch zur Hilfe kommt), aber bei seiner Freundin und ihrem linksradikalen Bruder, stößt er auf wenig Verständnis. Zwar ist Marion geschockt, appelliert aber an sein Verständnis, dass die Asylbewerber nichts mehr haben. Auch ihr Bruder Alexander bringt ihm wenig Verständnis entgegen, da Thomas einen Schwall an Schimpftriaden loslässt.

Kurz danach unterhält Thomas sich mit einem Kollegen auf der Arbeit, dieser weckt sein Interesse an einer Bürgerversammlung der neuen Partei "Die besseren Deutschen" - kurz DbD. Nach einigem Zögern willigt er ein, die Versammlung zu besuchen. Der Hauptredner ist der Parteiführer, Bernd Hügel. Er zieht mit seinen leidenschaftlichen Aussagen alle in den Bann, und lässt sich auch nicht stoppen, als eine Gruppe Linkspolitischer auftaucht. Es kommt zu einer Prügelei und ausgerechnet Alex, Marions Bruder ist dabei. Und er erzählt seiner Schwester, dass Thomas auf der Versammlung war. Kurzerhand und ohne Diskussion trennt sie sich von ihm, und tritt ungewollt eine Welle los, für die es kein Halten mehr zu geben scheint...

Dann gibt es noch Farim, der ein besseres Leben will, als sein angepasster Vater oder seine Schwester. Er ist vorbestraft, wegen Hehlerei. Und als er Kontakte zum IS knüpft, verlässt er Deutschland, geht in ein Ausbildungslager und kehr mit falschem Pass zurück nach Deutschland. Denn nun hat er ein Ziel: er soll eine Terrorzelle aufbauen und Attentäter anwerben. Doch was die Anwerber nicht wissen ist, dass Farim eigene Pläne verfolgt...

Dann geschieht dass Unfassbare: es gibt ein Selbstmordattentat am Frankfurter Bahnhof. Sehr viele Verletzte und noch mehr Tote. Nach den Anschlägen des Berliner Weihnachtsmarktes 2016, steht Deutschland nun Kopf. Und die Partei "Die besseren Deutschen" erhält den gewünschten Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger...

Doch nach und nach stellt sich heraus, dass nichts so ist, wie es zunächst den Anschein hat. Denn in Zeiten von Fakenews ist es leicht, die Menschen zu verunsichern. Und als Thomas an Informationen kommt, die nicht für ihn bestimmt sind, spitzt sich die Lage erheblich und gefährlich zu... denn die Fäden sind weiter gezogen, als es den Anschein hat...

Meine Meinung: Alternativen ist ein sehr realistischer Roman. Nah am Puls der Zeit. Fakenews und falsche Fährten sind an der Tagesordnung. Man ist versucht, diesen zu folgen und man stellt selber diverse Ansichten und Dinge in Frage.

Ohne aufzubauschen, ist der Roman sehr spannend und Thomas ein Protagonist, mit dem man sich gut identifizieren kann. Die Beweggründe, und die Scheinheiligkeit der Partei fallen ihm nicht sofort auf, und er glaubt daran, dass DbD wirklich ein sicheres Deutschland aufbauen wollen. Doch nach und nach, fällt es ihm immer schwerer, ihre Ansichten zu verstehen oder zu vertreten. Je tiefer er in den Sumpf aus Lügen und Augenwischerei gezogen wird, desto mehr kommt er wieder in der Realität an.

Alternativen ist ein Roman der anderen Art, wie aus dem Leben gegriffen. Und trotzdem bleibt man als Leser nachdenklich zurück - und eines wird schnell klar: Nicht alles, ist so wie es zu sein scheint. Die Welt ist eben nicht nur schwarz und weiß. Und man sollte sich - soweit es geht - nicht von den Medien manipulieren lassen.

Das Cover ist schlicht in dunkelblau gehalten, die Schriftzüge sind hellblau, genau wie der Lorbeerkranz in der Mitte.

Fazit: 5 von 5 Pfötchen





Ich danke der mainwunder Agentur für das Rezensionsexemplar <3!

Mittwoch, 9. August 2017

Caroline Bongrand - Das, was sie Liebe nennen

Rückentext: Für die Liebe ist es niemals zu spät.

Paris. Sie lebt in einer unglücklichen Ehe, doch eine Scheidung kommt nicht infrage. Irgendwie schafft sie es immer wieder, sich einzureden, dass sie sie nicht braucht, die große Liebe. Bis sie ihm begegnet. Zunächst bleibt ihre Liebe platonisch. Doch nach einem Sommer ohne Nachricht von ihm wird ihr klar, dass sie das nicht mehr ertragen kann. Ohne ihn zu seine ist eine Tortur...

Zusammenfassung: Die namenlose Protagonistin befindet sich in einer unglücklichen zweiten Ehe. Ihr Mann hat viel an ihr auszusetzen und sie funktioniert einfach, wie mechanisch. Doch eines Tages lernt sie den namenlosen Protagonisten kennen und die beiden beginnen eine - platonische - Beziehung. Die wird hauptsächlich von Komplimenten und geheimen Treffen getragen. Sie schreiben sich Nachrichten und telefonieren heimlich.

Sie hat den Eindruck, die wahre große Liebe gefunden zu haben. Und ihm geht es scheinbar genauso. Doch obwohl sie sich wohl bei ihm fühlt, will sie sich nicht scheiden lassen. Wegen der Kinder und auch irgendwie wegen ihrem Mann...

Nach einigen heimlichen Treffen, fährt sie den Sommer über mit ihrer Familie in Urlaub, er ist selber auch unterwegs und meldet sich nicht bei ihr. Sie beginnt sich immer mehr zurückzuziehen. Ihre Kinder, dass Familienleben - alles ist ihr egal. Sie schwebt in einer Art Dämmerzustand dahin, und wartet sehnsüchtig auf Nachricht von ihm. Als sie es nicht mehr aushält, kontaktiert sie ihn und bricht damit eine Welle von Ereignissen los, die nicht mehr zu stoppen sind...

Meine Meinung: Dem Rückentext nach zu schließen, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Frau handelt, die die große Liebe in einem fremden Mann findet. Anscheinend ist es auch so, doch der Rückentext ist auch irreführend. Der Stil ist recht schlicht, es gibt kaum klassische Unterhaltungen, und die Geschehnisse werden scheinbar emotionslos geschildert.

Aber genau das ist es, was den Roman so besonders macht. Die Stille, die Ruhe und die Emotionen zwischen den Zeilen. Französische Bücher sind ja generell immer etwas anders, und so ist es auch dieser Roman. Die Autorin schafft es, in einem knapp 188 Seiten Buch, Gefühle so gut zu vermitteln, dass sie die Leser genauso unerwartet und mit der gleichen Wucht treffen, wie die Protagonistin. Man erfährt alles über ihr Seelenleben und ihre Gedankenwelt.


Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, war dass die Protagonisten (und auch fast alle anderen) eben namenlos sind. So konnte ich keine direkte Beziehung aufbauen, weil es meistens immer nur heißt "Sie" oder eben "Er". Auch dass die beiden sich durchweg siezen fand ich etwas befremdlich, immerhin kannten sie sich ja und trafen sich auch.

Sehr gefallen hat mir die Wandlung bzw. Metamorphose, die die Protagonistin durchgemacht hat. Man spürt im Laufe des Buches richtig, wie sie sich verändert. Obwohl ich ihre Aktionen teilweise nicht nachvollziehen konnte und einfach nur egoistisch fand, hat mir die Veränderung sehr gut gefallen.

Passend zum Roman, ist das Cover in schwarz weiß gehalten. Man sieht nur Frauenbeine in weißen Pumps, die die Straße langgehen. Passender hätte das Cover nicht sein können.

Fazit: 4 von 5 Pfötchen





Ich danke dem Heyneverlag für das Rezensionsexemplar!


Sue-Ellen Pashley - Am Abgrund des Himmels

Rückentext: Was tust du, wenn du jemanden liebst, den du nicht lieben darfst?

Grace fühlt sich wie magisch angezogen von Nick. Er besitzt eine Gabe, von der niemand wissen darf. Und doch weiht er Grace in sein Geheimnis ein...

Zusammenfassung: Grace zieht mit ihrer Großmutter Lillie von Sydney nach Bruny Island. Sie wollen alles hinter sich lassen, denn Grace hat eine von Gewalt dominierte Beziehung hinter sich. Außerdem hat sie bei einem Unfall ihren Bruder sowie ihre Eltern verloren. Nur sie hat überlebt, und jetzt haben die beiden nur noch sich.

Kurz nach ihrer Ankunft stellt sich ihr neuer Nachbar Nick vor, und dieser hat sofort Schmetterlinge im Bauch, als er Grace das erste Mal sieht. Doch sie will nichts mehr von Jungs oder Beziehungen wissen und zeigt ihm die kalte Schulter.

Auf Drängen ihrer Großmutter - und auch um ihr einen Gefallen zu tun - stimmt sie schließlich doch zu, sich von Nick die Insel zeigen zu lassen. An einer Klippe kommt es dann zu einem Unfall, denn Grace stürzt ab. Nick rettet sie, und er gibt kurz darauf sein Geheimnis preis - er ist ein Gestaltenwandler und verwandelt sich in einen Adler.

Doch das darf Grace eigentlich nicht wissen, und während bei den beiden Gefühle erwachen, versucht Nicks Vater Henry alles, um seinen Sohn mit einer Gestaltenwandlerin zusammenzubringen. Für ihn steht die Weitergabe des Adlergens an erster Stelle...

Als dann noch Grace' Exfreund Ben auftaucht und die sowieso schon zerbrechliche Beziehung gefährdet, spitzt sich die Lage lebensgefährlich zu...

Meine Meinung: Am Abgrund des Himmels ist ein Fantasyjugendbuch. Trotzdem hat es mir sehr gut gefallen. Grace als gebrochenes, verletztes Mädchen, dass sich ihren Gefühlen zunächst nicht stellen will. Sie war für mich ein sympathischer Charakter, der emotional sehr labil ist. Immerhin hat sich auch viel durchgemacht.

Und Nick, als starker aber auch unsicherer junger Mann, der schon jung seine Mutter verloren hat. Für ihn gibt es nur einen Menschen, den er lieben will - und dass ist Grace. Er kämpft um sie und gibt nicht auf. Auch nicht gegen seinen Vater, der die Beziehung alles andere als gutheißt.

Der Stil ist sehr flüssig und durch den Wechsel der Perspektiven, erhält man einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Gefühlswelten.

Der Roman enthält die typischen romantischen Elemente, doch es kommt auch sehr viel Spannung auf. 

Natürlich bedient der Roman einige Klischees und ich hätte mir bei manchen Stellen mehr Tiefe gewünscht.

Das Cover ist orange, fast glühend mit Glitzterpartikeln. Zudem ist ein Adler abgebildet. Bei genauem Hinsehen sieht man, dass sich der schwarze Adler und der orangefarbene Himmel in einer Adlerschwinge beherbergt sind.


Fazit: 4 von 5 Pfötchen.

Ich danke dem Verlag und Lovelybooks für das Buch und für die Leserunde.



Dienstag, 1. August 2017

Kelley Armstrong - Dunkles Omen

Rückentext: Olivia Taylor-Jones hat alles, was sich eine junge Frau nur wünschen kann: Schönheit, Liebe, Reichtum. Bis zu dem Tag, an dem sie erfährt, dass ihre Eltern Mörder sind. Auf der Suche nach der Wahrheit kommt sie nach Cainsville und dort einem dunklen Geheimnis auf die Spur...

Zusammenfassung: Olivia Taylor-Jones ist die Tochter einer reichen Familie. Sie sieht gut aus, hat einen tollen Verlobten und ist für gemeinnützige Organisationen tätig. Alles könnte so perfekt sein, doch dann erfährt sie dass sie adoptiert wurde, und nicht Olivia Taylor-Jones, sondern Eden Larsen ist. Die Tochter zweier Mörder, die lebenslänglich im Gefängnis sitzen...

Ein Spießrutenlauf beginnt für die junge Frau, denn anscheinend wusste jeder Bescheid, vor allem ihr vor kurzem verstorbener Vater. Und anscheinend weiß die Presse auch schon Bescheid, denn nun ist sie der absolute Liebling...

Ihre Adoptivmutter ist mit der Situation überfordert, und als noch der Vater eines der Larsen Opfers ins Haus eindringt und sie verletzt, sieht sie nur einen Ausweg - die Flucht. Olivia unterdessen flüchtet zu ihrem Verlobten. Doch sie erfährt hier nur seinen Egoismus und der Hass seiner Mutter schlägt ihr entgegen. Die junge Frau unternimmt einen verhängnisvollen Schritt, der die beiden Leben für immer verändert...

Dann flüchtet sie selber in das kleine Örtchen Cainsville. Ohne zu ahnen, dass dies der Ort ihrer Herkunft ist. Doch alle Bewohner wissen schon wer sie ist. Denn die Omen und Zeichen weissagten, dass sie wieder herkommt... Doch Cainsville hat selber dunkle Geheimnisse und die Bewohner sind zwar teilweise hilfsbereit, aber auch sehr im Mystischen verwurzelt. Olivia trifft bald auf den Anwalt Gabriel, der einst ihre leibliche Mutter verteidigte. Nach anfänglichen Problemen, beginnen die beiden zusammenzuarbeiten. Und als sie ihre Mutter Pamela im Gefängnis besucht, bittet diese sie, den Fall neu aufzurollen und selber zu forschen. Denn Pamela bestreitet leidenschaftlich, dass sie oder ihr Mann Mörder sind. Eine lebensgefährliche Suche beginnt...

Meine Meinung: Dunkles Omen ist ein Mystery Thriller. Kelley Armstrong versteht es, unerklärliche Ereignisse, skurrile Bewohner und eine spannende Suche gut in den Plot einzubauen. Obwohl der Roman mit knapp 587 Seiten ein richtiger "Schmöker" ist, wird es nicht langweilig. Die Suche nach der Wahrheit wird zur Zerreißprobe für Olivia und Gabriel. 

Olivia ist eine sympathische Protagonistin, ihr Leben wird von jetzt auf gleich komplett auf den Kopf gestellt. Von der Presse gejagt, dass alte Leben zerstört. Sie treibt zwischen dem was sie gehört hat, und der Suche nach der Wahrheit. Die Omen sind fast allgegenwärtig, und einige davon werden gefährlich für sie.

Die obligatorische schwarze Katze darf natürlich nicht fehlen, den der Kater quartiert sich kurzerhand bei ihr ein.

Das Cover ist grau-schwarz. Man sieht einen wolkenverhangenen Himmel mit einem Ast, auf dem ein Rabe sitzt. Es repräsentiert den Roman perfekt.

Fazit: 5 von 5 Pfötchen




Ich danke dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.



Samstag, 29. Juli 2017

Catgirl goes Instagram!

Hallo ihr Lieben,

ihr findet mich jetzt auch auf Instagram:

hier klicken!

Ich freue mich darauf, euch zu sehen!

Schönen Samstag wünsche ich euch.

Euer Catgirl

Dienstag, 25. Juli 2017

Harriet Cummings - Eine von Uns

Rückentext: Sommer 1984, ein Dorf in der englischen Provinz, in dem jeder jeden verdächtigt: Ist der geheimnisvolle Fox, der in ihre Häuser einbricht, aber nichts stiehlt, der sie beobachtet und verunsichert, einer von ihnen? Als schließlich eine junge Frau spurlos verschwindet, ist nichts mehr, wie es war.

Zusammenfassung: Im Sommer 1984 geschehen seltsame Dinge in dem kleinen, scheinbar idyllischen Dörfchen. Deloris verliert sich lieber in der schönen Scheinwelt von Dallas - während ihr Mann Harvey eine vorzeigbare, perfekte Hausfrau haben will. Sie ist auch die Einzige, die in den Ort gezogen ist, nachdem sie ihren Mann geheiratet hatte, alle anderen verbringen ihr Leben dort, oder haben es verbracht.

Doch zwischen Deloris und ihrem Mann kriselt es gewaltig, sie will eigentlich ausbrechen aus dem Ehealltag, und während Harvey sich ein Kind zur Ehefrau wünscht, tut sie alles um dagegen zu steuern. Denn eigentlich ist sie ein Freigeist, und fühlt sich mehr und mehr in die Enge getrieben. Dann freundet sie sich mit der einsiedlerischen Anna an. Ihre Mutter ist vor nicht allzu langer Zeit gestorben, und nun lebt sie alleine im Haus. Denn ihr Vater hat sie und ihre Mutter schon vor langer Zeit verlassen, nämlich nachdem ihre kleine Schwester starb...

Dann gibt es noch den Pfarrer Jim. Er ist noch nicht so lange im Dorf, aber kennt jeden und so manches Geheimnis. In Anna sieht er einen Engel auf Erden. Sie ist nett, lieb, hilfsbereit und stand immer im Schatten ihrer dominanten Mutter. Und Anna kennt auch sein dunkles Geheimnis, doch eines Tages droht alles ans Licht zu kommen...

Zur selben Zeit schleicht der sogenannte Fox, durch die Gemeinde. Er stiehlt nichts, bricht nicht ein. Er stellt nur Gegenstände um, nimmt welche mit - und entkommt immer unerkannt. Wie ein realer Geist, der die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt, denn der Fox kommt auch wenn sich gerade jemand im Haus befindet...

Als Anna eines Nachts spurlos verschwindet, ist das Dorf in Aufruhr und eine große Suche wird eingeleitet, es werden neue Polizisten herbeigerufen. Und nun hat die örtliche Polizei nicht nur mit dem Fox zu kämpfen, sondern muss auch schnellstens Anna finden. Denn alle sind sich in einem sicher: der Fox hat Anna entführt...

Meine Meinung: Eine von uns ist ein sehr gelungenes Debüt. Der Stil ist flüssig und mitreißend geschrieben, ohne reißerisch zu werden. Die teils schrulligen Charaktere sind liebenswert und sehr britisch. Ich fühlte mich beim Lesen, als wäre ich im Jahr 1984 und eben in dem kleinen Örtchen.

Die Geschichte nimmt auch recht schnell Fahrt auf, und neben der Anna-Linie und der Fox-Linie erfährt man auch nach und nach mehr über diverse Bewohner. Zunächst dachte ich, Deloris wäre die Protagonistin - aber es gibt mehrere! Man erfährt etwas über ihre Schicksale und Vergangenheit. Und schnell wird klar: die verschwundene Anna wusste am Meisten über sämtliche Bewohner.

Der Roman liest sich fast wie von selbst, und ist streckenweise auch richtig spannend. Womit ich allerdings nicht gerechnet hätte, dass der Roman auch einfach nur tief traurig ist. Die Einsamkeit verschiedener Personen sticht so heraus, als hätte man einen Dorn im Finger...

Das Cover ist in dunkelblau gehalten, mit den Fußspuren des Fox, den Silberbirken (die im Buch oft erwähnt werden), der Schriftzug ist orange auf schwarzem Grund. Gerade durch das Dezente für mich ein Eye-catcher.

Fazit: 5 von 5 Pfötchen.



Ich danke für das Rezensionsexemplar!