Mittwoch, 10. Januar 2018

Astrid Fritz - Tod im Höllental

Rückentext:  November 1416: Die ehemalige Begine Serafina wird endlich ihre große Liebe, den Stadtarzt Achaz, heiraten. Sie bleibt der Schwesternsammlung aber nach wie vor verbunden. Die plagen seit kurzen große Sorgen: Ein Basler Wanderprediger hetzt gegen die Beginen auf, an ihrem Häusern prangen schon Wandschmierereien. Und dann der Schock: Eine Lämmlein-Schwester wird in einer Gasse erschlagen aufgefunden.

Die Situation spitzt sich zu, als eine Begine in der Schlucht bei der Ruine Falkenstein, dem Höllental, schwerverletzt aufgefunden wird. Sie war auf dem Weg nach Villingen, wo sie den Konstanzer Bischof als Fürsprecher gewinnen wollte. Nun beschließt Serafina, der Sache auf den Grund zu gehen. Dafür muss auch sie sich ins Höllental begeben:

Zusammenfassung: Serafina lebt noch - obwohl verlobt - bei ihren Ordensschwestern. So gehört es sich und sie fühlt sich ihnen auch sehr verbunden. Eigentlich könnte sie die Zeit vor der Hochzeit mit Achaz genießen. Doch ein Wanderprediger stört die Vorbereitungen und bringt Unsicherheit und Unruhe in die Gemeinde. Er hetzt gegen die Schwesternschaft und ein Unbekannter schmiert mit Schweineblut eine Beschimpfung an die Wand.

Und obwohl sich der Orden aufopferungsvoll um die Armen, Kranken und Todgeweihten kümmern, stößt der Prediger nicht nur auf taube Ohren. Denn wenn der Zweifel erst einmal vorhanden ist, ist er schwer wieder loszuwerden...

Der Stadtrat verhindert ein Verbot des Predigers, und so darf er seine Hetze fortsetzen. Die Situation spitzt sich gefährlich zu, als eine Schwester tot in einer Gasse gefunden wird. Sie wurde scheinbar erschlagen... 

Den einzigen Ausweg sieht die Meisterin des Ordens in einer Fürsprache beim Bischof in Villingen, und so macht sie sich mit einer neuen Schwester auf den Weg durch's Höllental...

Meine Meinung: Tod im Höllental ist der 4. Teil der Serafina Reihe, aber mein erstes Buch auch von der Autorin. Astrid Fritz schafft es, einen historischen aber sehr spannenden Roman zu Papier zu bringen.

Mit knapp 257 Seiten, ist der Roman nicht so dick wie manch anderes historisches Buch. Aber es fließt einfach nur. Der Stil ist mitreißend, spannend und die Umgebung konnte ich mir sehr gut vorstellen. Schnell nimmt der Roman an Fahrt auf, und ein Spannungsbogen jagt den Nächsten.

Ich konnte es nicht aus der Hand legen, und hatte auch keine Probleme zurecht zu kommen. Obwohl ich die Vorgänger nicht gelesen habe. Mit einem Glossar am Ende und einer Personenvorstellung am Anfang bringt die Autorin auch jene auf den aktuellen Stand, die die Vorbände eben nicht gelesen haben.

Und ab ca. der Hälfte wird auch schnell klar, dass hier fast nichts so ist, wie es Anfangs den Anschein hat.

Das Cover zeigt den Rücken einer jungen Frau, vor der Höllenschlucht, der Name der Autorin ist burgunderrot und der Titel ist schön in Gold gehalten.

Ich würde den Roman auch Lesern empfehlen, die eigentlich nicht so gerne historische Romane lesen.

Fazit: 5 von 5 Pfötchen.





Ich danke dem Rowohltverlag für das Rezensionsexemplar.

Jill Shalvis - Lebkuchenmänner und andere Versuchungen

Rückentext: Sechs quirlige Welpen in einer Badewanne, und Willa muss sie bändigen, um sie sauber zu bekommen. Kein Wunder, dass sie inzwischen selbst aussieht, als hätte sie im Schlamm gewühlt. Ausgerechnet in diesem Moment steht Keane Winters in ihrem kleinen Laden für Haustierbedarf - der Mann, der ihr einst das Herz brach. Jetzt erkennt er sie nicht einmal wieder! Keinesfalls wird sie Keane den Gefallen tun und sich um seine Katze kümmern. Und doch verliert sie sich sofort wieder in seinen unwiderstehlichen Augen...

Zusammenfassung: Vorweihnachtszeit, Willa hatte es nicht leicht in ihrem Leben und liebt Weihnachten über alles. Von einer Pflegefamilie zur nächsten geschoben, kümmert sie sich jetzt um junge Frauen, denen das Leben auch nicht gut mitspielte. Sie gibt ihnen eine Chance, auf die Beine zu kommen - in dem sie sie in ihrem Haustierpflegeshop arbeiten lässt. Hier kümmert sich Willa aufopferungsvoll um ihre Schützlinge. Egal, ob mit vier oder zwei Beinen.

Eines Morgens steht Keane Winters noch vor der offiziellen Öffnung des Ladens vor der Tür. Im Gepäck die Katze Petunia, die eigentlich seiner Tante gehört. Er ist mit der Vierbeinerin überfordert, und als Bauleiter hat er auch nicht die Möglichkeit sich den ganzen Tag um sie zu kümmern. Willa ist wie vom Donner gerührt, denn er hat sie in der Schule zu ihrem ersten Ball versetzt. Doch während sie ihn sofort erkennt, erinnert er sich nicht an sie. Und ihr großes Herz hat Mitleid mit der Katze, und so nimmt sie sich ihrer für den Tag an. Doch Keane will ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen. Sie ist fest entschlossen, ihn nicht mehr an ihr Herz zu lassen. Außerdem hat sie noch mit der schlimmen Trennung ihres Exfreundes zu kämpfen...

Und während Weihnachten immer näher rückt, entflammen trotz aller Abwehr von beiden Seiten die Gefühle. Und es könnte alles so schön anfangen - auch wenn die beiden fast so unterschiedlich sind wie Feuer und Wasser - wenn Willa eines Tages nicht eine SMS von ihrem Exfreund bekommen würde... und plötzlich zeigt sich wie sehr sie sich auf ihre Freunde verlassen kann und ob Keane wirklich so ein eiskalter, selbstverliebter Mann ist wie sie denkt...

Meine Meinung: Lebkuchenmänner und andere Versuchungen ist ein wunderbar, romantischer Weihnachtsroman. Er ist witzig, charmant und Willa ist eine Protagonistin die man einfach lieben muss. Nicht nur, weil sie ein großes Herz für Tiere und "verlorene" Seelen hat - sie ist einfach super sympathisch. Dass sie selbst ein gebranntes Kind ist, merkt man ihr auch gelegentlich an. Sie hat einen Panzer um ihr Herz errichtet, der recht schwer zu durchbrechen ist.

Keane ist ebenfalls ein sympathischer Protagonist. Er tritt als harter Kerl auf, dem nichts wichtig scheint. Auch er hatte es nicht leicht, wenn auch auf andere Weise. Und allem Anschein nach, verbindet die Beiden nichts. Er hasst Weihnachten, sie zelebriert es fast schon exzessiv. Keane hat keine Ahnung, wer Willa ist, und warum sie ihm so ablehnend gegenüber ist. Und genau das macht sie so interessant für ihn. Und natürlich ihre hingebungsvolle Liebe zu ihrem Shop.

Ich habe den Roman vor- und über Weihnachten gelesen, und Jill Shalvis schafft es den Leser richtig in Weihnachtsstimmung zu bringen. Willas Umfeld, ihre super tollen Freunde (solche will wohl jeder haben), und nicht zuletzt Petunia die Katze. Alles ist rund und einfach toll beschrieben. Kopfkino ist hier vorprogrammiert. Es wird auch streckenweise richtig spannend, und dass man viel über Keane und Willa's Vergangenheit erfährt hat mir auch sehr gefallen.

Das Cover ist sehr romantisch und zeigt ein Paar im winterlichen Licht. Es schneit und die Luft ist in winterlichen Farben gehalten. Das Cover hat mich sofort angesprochen.

Die Rezension erfolgt allerdings erst jetzt, da ich mir eine kleine Auszeit verordnet hatte ^_~.

Fazit: 5 von 5 Pfötchen 




Ich danke dem Harper Collins Verlag für das Rezensionsexemplar!